Immobilienmakler-Gehalt Deutschland 2026: Alle Infos & Tipps
Erstellt am:
Zuletzt bearbeitet:
In diesem Artikel erfahren Sie, wie hoch das Immobilienmakler-Gehalt in Deutschland sein kann, wovon es abhängt und welche Modelle sich für Einsteiger wie erfahrene Makler lohnen.
Inhalt:
- Wie hoch ist das durchschnittliche Gehalt eines Immobilienmaklers in Deutschland?
- Wie setzt sich das Immobilienmakler-Gehalt zusammen?
- Wie viel verdient man als Immobilienmakler pro Monat?
- Immobilienmakler Netto-Gehalt selbständig vs. angestellt
- Einstieg als Immobilienmakler: Welche Möglichkeiten gibt es 2026?
- Welchen Abschluss braucht man als Immobilienmakler?
- Häufige Fragen
1. Wie hoch ist das durchschnittliche Gehalt eines Immobilienmaklers in Deutschland?
Das durchschnittliche Gehalt von Immobilienmaklern in Deutschland liegt im Mittelfeld vieler kaufmännischer Berufe. Entscheidend ist, dass es sich meist nicht um ein klassisches Festgehalt handelt, sondern reine Provisionserträge oder um Mischmodelle aus Fixum und Provision handeln kann.
Durchschnittswerte (Vollzeit, brutto):
- Jahresgehalt: ca. 46.000 bis 50.000 Euro
- Monatsgehalt: ca. 3.800 bis 4.100 Euro
Diese Werte basieren auf aktuellen Gehaltsmeldungen aus 2024 und 2025 und bilden den Durchschnitt bzw. Median ab.* Je nach Art Bekanntheit der Marke, dem Unternehmensmodell und der strategegiscen Ausrichtung können Gehälter stark abweichen. Der Erfolg eines Immobilienmaklers hängt stark vom Engagement, der Proaktivität und dem Verhandlungsgeschick ab. Gehälter können also sehr viel höher ausfallen.
Typische Gehaltsspanne:
- Einstieg und unteres Segment: ca. 30.000 bis 35.000 Euro brutto pro Jahr
- Durchschnittlicher Marktbereich: ca. 40.000 bis 55.000 Euro brutto pro Jahr
- Oberes Segment: ab 60.000 Euro brutto pro Jahr
Wichtig: Der Durchschnitt ist eine Orientierung, kein realistischer Erwartungswert
Regionale Unterschiede beim Immobilienmakler-Gehalt
Das Einkommen von Immobilienmaklern variiert in Deutschland deutlich nach Region. Maßgeblich sind Immobilienpreise, Nachfrage und Provisionsvolumen.
- Überdurchschnittliche Einkommen finden sich vor allem in Hochpreisregionen und Metropolen wie Bayern, Hamburg, Berlin und Hessen.
- Im Bereich des Durchschnitts liegen viele wirtschaftsstarke Flächenländer wie Nordrhein-Westfalen oder Baden-Württemberg.
- Unter dem Durchschnitt bewegen sich vor allem ländlich geprägte oder strukturschwächere Regionen wie Sachsen-Anhalt, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern sowie Brandenburg außerhalb des Berliner Speckgürtels.
Regionale Durchschnittswerte sind keine Grenze. Auch außerhalb von Metropolen sind hohe Einkommen möglich, erfordern aber mehr Abschlüsse oder klare Spezialisierung.
Quellen: Auswertung von Gehaltsdaten aus Kununu, StepStone, Gehalt.de sowie dem Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit. Stand der Daten: 2024–2025.
Dein Makler-Business kann mehr: Als Evernest City-Partner
Als Evernest City-Partner bekommst du alles an die Hand, um dein Business zu skalieren: Eine Lizenz zur Nutzung der Evernest-Marke, smarte Tools und eine Community aus Unternehmern, die sich gegenseitig zu Höchstleistungen pusht. Erfahre mehr zu den umfangreichen Möglichkeiten bei einer kostenlosen Beratung mit unserem Expansionsteam.
Mehr zum City-Partner-Programm2. Wie setzt sich das Immobilienmakler-Gehalt zusammen?
Das Einkommen von Immobilienmaklern besteht in der Praxis aus mehreren Bausteinen. Entscheidend ist, dass Provisionen den größten Anteil ausmachen. Ein klassisches Festgehalt ist die Ausnahme.
Fixgehalt: Absicherung in der Anfangsphase
Ein Fixgehalt gibt es vor allem bei angestellten Maklern, häufig zu Beginn.
Typische Größenordnung:
- etwa 2.000 bis 3.000 Euro brutto pro Monat
- unabhängig von Abschlüssen
- oft befristet oder später reduziert
Sinnvoll ist ein Fixgehalt, wenn:
- man neu in den Beruf einsteigt
- ein Quereinstieg erfolgt
- der Markt schwächer ist
Allein vom Fixgehalt lässt sich langfristig allerdings kaum ein attraktives Einkommen erzielen.
Provision: Der größte Teil des Einkommens
Die Provision ist der entscheidende Hebel für das Einkommen. Die Höhe der Provision ist in Deutschland nicht gesetzlich festgelegt, sondern ergibt sich aus marktüblichen Vereinbarungen zwischen den Beteiligten. In vielen Regionen gilt eine Gesamtprovision von bis zu 3,57 Prozent des Kaufpreises als verbreiteter Richtwert.
Beispielrechnung:
- Kaufpreis der Immobilie: 500.000 Euro
- Gesamtprovision: 7 Prozent
- Provisionssumme: 35.000 Euro
- Makleranteil von 50 Prozent : 17.500 Euro brutto
Ein einzelner Abschluss kann damit ein volles Monatsgehalt ersetzen oder übertreffen. Je nach Modell liegt der Makleranteil typischerweise bei 20–30 % bei Anstellung, 30–50 % in Partner- oder Plattform-Modellen und 60–100 % bei vollständig selbständiger Tätigkeit ohne zentrale Infrastruktur.
Boni und Zusatzvergütungen
Einige Maklerhäuser zahlen zusätzliche Vergütungen, z. B.:
- Umsatz- oder Zielboni
- Teamprämien
- Jahresboni
Beispiel: Ein Bonus von 1.000 bis 3.000 Euro, wenn bestimmte Umsatzziele erreicht werden. Diese Zahlungen sind allerdings kein Standard und spielen im Vergleich zur Provision eine untergeordnete Rolle.
3. Wie viel verdient man als Immobilienmakler pro Monat?
Das monatliche Einkommen von Immobilienmaklern ist nicht gleichmäßig verteilt. Anders als bei klassischen Festgehältern schwankt der Verdienst stark, da Provisionen nicht regelmäßig, sondern erst nach erfolgreichen Abschlüssen ausgezahlt werden.
Typische Monatsverläufe:
-
Monate ohne Abschluss: Vor allem bei selbständigen Maklern kann das Einkommen in einzelnen Monaten sehr niedrig sein oder sogar bei null Euro liegen.
-
Durchschnittliche Monate: Ein oder zwei Abschlüsse sorgen für ein stabiles Einkommen, das sich in etwa am rechnerischen Monatsdurchschnitt orientiert.
-
Starke Monate: Mehrere oder höherpreisige Abschlüsse führen zu deutlich überdurchschnittlichen Einnahmen, die einzelne schwächere Monate ausgleichen können.
Warum das Monatsgehalt stark schwankt:
- Provisionen werden erst nach Vertragsabschluss ausgezahlt
- Verkaufsprozesse ziehen sich oft über mehrere Wochen oder Monate
- Einnahmen bündeln sich häufig auf wenige Zeiträume im Jahr
Immobilienmakler müssen mit unregelmäßigen Zahlungseingängen umgehen können und finanziell vorausplanen. Genau deshalb arbeiten viele Makler mit festen Strukturen oder Partnern, die Prozesse, Unterstützung oder eine bessere Planbarkeit ermöglichen.
Dein nächster Karriere-Schritt? Werde Immobilienmakler bei Evernest
Wir sind immer auf der Suche nach Sales-Talenten, die unsere erfolgreichen Teams ergänzen. Wir unterstützen dich mit allem, was du brauchst, um noch erfolgreicher durchzustarten: smarte Technologie, die laufend an die Markterfordernisse angepasst wird, eine starke Brand sowie eine moderne und reichweitenstarke Vermarktung. Worauf wartest du? Schau gleich nach, ob auch in deiner Nähe dein nächster Traumjob bereits wartet.
Jobs entdecken4. Immobilienmakler Netto-Gehalt selbständig vs. angestellt
Das Netto-Einkommen von Immobilienmaklern unterscheidet sich deutlich von klassischen Angestelltengehältern. Der Grund: Ein großer Teil des Einkommens stammt aus Provisionen und unterliegt je nach Modell unterschiedlichen Abzügen.
Netto bei angestellten Immobilienmaklern
Angestellte Makler zahlen regulär:
- Lohnsteuer
- Sozialabgaben
- Kranken- und Rentenversicherung
Faustregel: Von einem Bruttogehalt von etwa 4.000 Euro bleiben je nach Steuerklasse rund 2.400 bis 2.600 Euro netto übrig. Das Einkommen ist planbarer, die Abzüge aber hoch.
Netto bei selbständigen Immobilienmaklern
Selbständige Makler erhalten Provisionen brutto, müssen davon jedoch selbst zahlen:
- Einkommensteuer
- Krankenversicherung
- Altersvorsorge
- laufende Betriebskosten
Praxisrealistisch: Von 4.000 Euro brutto Provision bleiben nach Steuern, Versicherungen und Rücklagen häufig 2.200 bis 2.400 Euro tatsächlich verfügbar.
Der Vorteil der Selbständigkeit liegt nicht darin, bei gleichem Brutto mehr Netto zu erzielen, sondern darin, dass sich das Einkommen mit steigender Abschlusszahl und höherpreisigen Objekten deutlich stärker nach oben skalieren lässt.
5. Einstieg als Immobilienmakler: Welche Möglichkeiten gibt es 2026?
2026 gibt es für Immobilienmakler verschiedene Wege: eine Anstellung, eine Selbständigkeit bei in einem Maklerhaus, eine Selbständigkeit unter eigener Marke oder eine Selbsttändigkeit innerhalb eines Franchisesystems bei einer etablierten Maklerbrand. Letzteres richtet sich an Makler, die bereits unternehmerisch tätig sind oder sein möchten, ohne sämtliche Prozesse selbst aufbauen zu müssen.
Ein Beispiel für ein solches Modell ist das City-Partner-Programm von Evernest. Sie arbeiten selbständig, nutzen jedoch eine bestehende Infrastruktur aus Marke, Software und Backoffice. So bleiben Sie als Unternehmer selbständig, profitieren von Reichweite und Bekanntheit und können ihren Fokus gezielter auf den Ausbau und das Wachstums Ihres Geschgäfts legen.
Kernpunkte des Modells:
- selbständige Tätigkeit mit eigener Verantwortung
- Nutzung einer etablierten Maklermarke
- zentrale Software für Vertrieb, Transaktionen und Abrechnung
- Unterstützung bei Marketing, Prozessen und Organisation
- Zugang zu einem überregionalen Maklernetzwerk
Das Modell eignet sich für erfahrene Makler oder Teams, die ihr Geschäft effizienter aufstellen und skalieren wollen.
Kurz gesagt: Sie bleiben selbständig, reduzieren organisatorischen Aufwand, profitieren von der Reichweite einer starken Marke und einem Netzwerk mit Growth-Mindset und schaffen bessere Voraussetzungen für planbares Wachstum.
6. Welchen Abschluss braucht man als Immobilienmakler?
Für den Beruf des Immobilienmaklers ist kein bestimmter Schul- oder Studienabschluss vorgeschrieben. Entscheidend ist allein die Gewerbeerlaubnis nach § 34c GewO, die persönliche Zuverlässigkeit und geordnete finanzielle Verhältnisse voraussetzt.
Viele Makler kommen aus kaufmännischen oder immobiliennahen Berufen, ein entsprechender Abschluss ist jedoch keine Voraussetzung. In der Praxis zählen Marktkenntnis, Vertriebsstärke und Erfahrung deutlich mehr als formale Qualifikationen.
Kurz gesagt: Immobilienmakler kann man auch ohne klassischen Berufsabschluss werden. Struktur, Wissen und Praxis entscheiden.

