Fenster austauschen: Kosten und Förderoptionen
Was können neue Fenster kosten? Und gibt es spezielle Förderungen? Das und mehr erfahren Sie in diesem Ratgeber.

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Alte Fenster sind eine häufige Ursache für Wärmeverluste. Wer sie austauscht, kann die Energiekosten senken, den Schallschutz verbessern und den Wohnkomfort steigern. Die Kosten für den Tausch hängen von Material, Größe und Einbausituation ab. Dieser Ratgeber-Artikel zeigt Ihnen aktuelle Preise pro Fenster, Beispielrechnungen für ein Einfamilienhaus, die Förderungsmöglichkeiten durch das BAFA und die Punkte, die Sie bei Planung und Einbau beachten sollten.
Inhaltsverzeichnis:
- Fenster erneuern: Kosten, mit denen Sie rechnen können
- Förderung durch das BAFA
- Planung, Einbau und Lüftung
- Häufig gestellte Fragen
1. Fenster erneuern: Kosten, mit denen Sie rechnen können
Ein Standardfenster mit Dreifachverglasung kostet 2026 inklusive Einbau meist zwischen 500 und 1.320 Euro. Kunststofffenster liegen am unteren Ende der Preisspanne, Holzfenster und Holz-Alu-Fenster gerne deutlich darüber. Auf Basis der Baukosten-Datenbank BKI nennt bauen.com für den Austausch im Bestand rund 1.020 Euro für Kunststoff, 1.370 Euro für Holz und 1.730 Euro für Holz-Alu.
Für den Ausbau und die Entsorgung der alten Fenster kommen etwa 55 Euro pro Stück hinzu. Teurer wird es bei Sondermaßen, Sprossen, Schallschutzglas oder Einbruchschutz. Auch Arbeiten an Laibung, Fensterbank und Rollladenkasten erhöhen den Preis. Holen Sie deshalb am besten mehrere Angebote ein, die die gleichen Leistungen enthalten, um diese vergleichen zu können. Achten Sie auch darauf, dass der Uw-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient in W/(m²K)) des gesamten Fensters ausgewiesen ist.
Uw-Wert:
Dieser Wert misst, wie viel Wärme durch ein Fenster nach draußen entweichen kann. Für eine ideale Dämmung sollte dieser möglichst niedrig ausfallen.
Beispielrechnung für ein Einfamilienhaus
Ein Einfamilienhaus weist schnell zehn bis fünfzehn Fenster auf. Bei zehn Fenstern liegt der Austausch nach den BKI-Werten bei rund 10.200 Euro für Kunststoff und etwa 17.300 Euro für Holz-Alu. Andere Anbieter nennen für Häuser mit zwölf Fenstern und ein bis zwei Terrassentüren Gesamtkosten von rund 12.000 bis 32.000 Euro.
Die Spanne zeigt, wie stark Material und Einbausituation den Preis bestimmen. In Altbauten kosten zusätzliche Abdichtung und Anpassungen an unebene Laibungen schnell noch einmal mehr. Planen Sie deshalb einen Puffer von 10 bis 15 Prozent für Unvorhergesehenes ein. Prüfen Sie außerdem, ob Rollläden oder Fensterbänke gleich mit erneuert werden sollten, um einmalige Kosten wie Anfahrtskosten effizienter auszunutzen.
Der Austausch lohnt sich vor allem bei Fenstern mit Einfachverglasung oder alter Zweifachverglasung aus den 1980er- und 1990er-Jahren. Moderne Fenster mit Dreifachverglasung erreichen Uw-Werte zwischen 0,5 und 0,9 W/(m²K). Alte Fenster mit einfacher Verglasung im Vergleich erreichen Werte von bis zu 6,0 W/(m²K).
Wie stark die Heizkosten sinken, hängt vom Zustand der übrigen Gebäudehülle ab.
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2. Förderung durch das BAFA
Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert den Fenstertausch als Einzelmaßnahme der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG EM). Der Zuschuss beträgt 15 Prozent der förderfähigen Kosten. Förderfähig sind bis zu 30.000 Euro pro Wohneinheit und Kalenderjahr, der Zuschuss liegt also bei maximal 4.500 Euro.
Mit einem individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) steigen die förderfähigen Kosten auf rund 60.000 Euro. Den Bonus von 5 Prozentpunkten gibt es seit dem 21. Juli 2026 aber nur für den Teil der Kosten über 30.000 Euro. Bei einem reinen Fenstertausch im Einfamilienhaus greift er deshalb oft nicht. Alternativ können Sie selbst genutzte Immobilien über den Steuerbonus nach § 35c EStG fördern lassen.
Zusammengefasst heißt das für Sie:
- Zuschuss: 15 Prozent, höchstens 4.500 Euro ohne iSFP.
- Voraussetzung: Uw-Wert des gesamten Fensters höchstens 0,95 W/(m²K).
- Mindestinvestition: 2.000 Euro brutto.
- Energieeffizienz-Expertin oder -Experte einbinden, Antrag vor Auftragsvergabe stellen.
- Steuerbonus § 35c EStG: 20 Prozent über drei Jahre, nicht mit BAFA kombinierbar.
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3. Planung, Einbau und Lüftung
Neue Fenster sind in der Regel dichter als alte. Dadurch kann die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung steigen. Fachleute empfehlen deshalb beim Austausch ein durchdachtes Lüftungskonzept. Dieses kann zeigen, ob regelmäßiges Lüften genügt oder ob Lüfter nötig sind. Achten Sie außerdem auf einen fachgerechten Einbau mit luftdichtem Anschluss an die Wand.
Ein weiterer Tipp: Planen Sie den Fenstertausch möglichst zusammen mit einer Fassadendämmung. So lassen sich die Fenster in die Dämmebene setzen und Wärmebrücken vermeiden. In Eigentumswohnungen sind Fenster Gemeinschaftseigentum. Über den Austausch entscheidet dann die Eigentümergemeinschaft, nicht die einzelne Eigentümerin oder der einzelne Eigentümer.
Für Käuferinnen und Käufer älterer Häuser gehört der Zustand der Fenster zur Prüfung vor dem Kauf. Alte Fenster mindern den Wert und erhöhen den Sanierungsbedarf. Lassen Sie sich die Kosten grob einschätzen und berücksichtigen Sie diese in Ihrer Finanzierung und in den Preisverhandlungen.
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4. Häufig gestellte Fragen
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