Immobilienmakler werden als Quereinsteiger: Überblick 2026

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Als Quereinsteigerin oder Quereinsteiger können Sie ohne Ausbildung Immobilienmaklerin oder Immobilienmakler werden.
Ein solcher Quereinstieg als Immobilienmakler ermöglicht Freiheit, hohe Verdienstchancen und unternehmerisches Arbeiten. Gleichzeitig ist der Einstieg anspruchsvoller, als viele erwarten. Dieser Überblick zeigt, was 2026 wirklich zählt, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen und wie Quereinsteiger realistisch starten, ohne typische Fehler zu machen.
Inhaltsverzeichnis:
- Warum sich der Quereinstieg als Immobilienmakler lohnt
- Voraussetzungen: So können Sie als Quereinsteiger Immobilienmakler werden
- Wie lange dauert eine Umschulung als Immobilienmakler?
- Wie fängt man als Makler konkret an?
- Welche Kosten entstehen für Quereinsteiger beim Start?
- Wie bekomme ich als Immobilienmakler Aufträge?
- Strukturierter Start als Immobilienmakler: Das Evernest City-Partner-Programm
- Häufige Fragen
1. Warum sich der Quereinstieg als Immobilienmakler lohnt
Der Quereinstieg als Immobilienmakler lohnt sich für Menschen, die unternehmerisch arbeiten wollen und bereit sind, Verantwortung für ihren Erfolg zu übernehmen. Der Beruf bietet vergleichsweise niedrige formale Einstiegshürden und ermöglicht einen direkten Zugang zum Immobilienmarkt, ohne eine klassische Ausbildung absolvieren zu müssen. Ein weiterer Vorteil ist die Flexibilität. Immobilienmakler können ihre Arbeitsweise, Spezialisierung und ihr Geschäftsmodell weitgehend selbst bestimmen. Ob Wohnimmobilien, Kapitalanlagen oder regionale Nischenmärkte, der Einstieg lässt sich an individuelle Stärken und Vorerfahrungen anpassen. Auch wirtschaftlich kann sich der Quereinstieg lohnen. Die Vergütung ist leistungsabhängig und bietet langfristig höhere Einkommenschancen als viele angestellte Tätigkeiten. Wer bereit ist, Zeit in Fachwissen, Marktverständnis und Vertriebsarbeit zu investieren, findet im Immobilienmaklerberuf eine Tätigkeit mit Entwicklungspotenzial, Eigenverantwortung und langfristiger Perspektive.
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2. Gehalt: Wie viel verdient man als Quereinsteiger-Immobilienmakler?
Das Einkommen als Immobilienmakler ist nicht festgelegt und hängt vom Modell (angestellt oder selbstständig) und der Anzahl der Abschlüsse ab. Entscheidend ist die Provision pro Verkauf.
Die Provision beträgt marktüblich 3,57 % inklusive Mehrwertsteuer.
Konkrete Beispiele pro Verkauf bei Provision von 3,57 %:
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Kaufpreis 300.000 Euro: Provision 10.710 Euro
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Kaufpreis 500.000 Euro: Maklerprovision 17.850 Euro
-
Kaufpreis 1.000.000 Euro: Maklerprovision 35.700 Euro
In angestellten Modellen zahlen viele Maklerbüros zusätzlich ein fixes Grundgehalt, während die Provision anteilig ausgezahlt wird. Selbstständige Makler haben meist kein Fixgehalt, dafür bekommen sie aber einen höheren Provisionsanteil.
3. Voraussetzungen: So können Sie als Quereinsteiger Immobilienmakler werden
Um als Quereinsteiger Immobilienmakler zu werden, müssen Sie folgende Voraussetzungen erfüllen:
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Erlaubnis nach §34c Gewerbeordnung: erforderlich für die selbstständige oder angestellte Tätigkeit im Maklerbereich. Allerdings braucht die Erlaubnis nur, wer gewerbsmäßig vermittelt (§ 34c GewO). Angestellte arbeiten unter der Erlaubnis ihres Arbeitgebers und müssen somit keine Erlaubnis selbst erwerben.
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Persönliche Zuverlässigkeit: keine relevanten Vorstrafen, geprüft über Führungszeugnis
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Geordnete finanzielle Verhältnisse: keine laufenden Insolvenzverfahren oder schwere Zahlungsausfälle
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Fachliche Grundkenntnisse: insbesondere zu Immobilienrecht, Vertragsrecht, Bewertung und Marktanalyse
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Vertriebliches und unternehmerisches Verständnis: Akquise, Kundenkommunikation und Abschlussfähigkeit sind zentral
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Regionale Marktkenntnis: Wissen über Preise, Nachfrage und Besonderheiten im jeweiligen Markt
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Registrierung im goMAL: Immobilienmakler sind nach dem Geldwäschegesetz verpflichtet. Sie müssen sich seit 2024 im Meldeportal goAML der Financial Intelligence Unit (FIU) registrieren (IHK Gera).
Eine klassische Ausbildung ist nicht vorgeschrieben. Entscheidend ist, dass rechtliche Voraussetzungen erfüllt sind und Sie die Bereitschaft mitbringen, sich fachlich und praktisch einzuarbeiten. Für die Erlaubnis ist auch 2026 weiterhin kein Sachkundenachweis nötig, mehr erfahren Sie hier.
4. Wie lange dauert eine Umschulung als Immobilienmakler?
Eine eigene Umschulung zur Immobilienmaklerin oder zum Immobilienmakler gibt es nicht, weil der Beruf keine Ausbildung voraussetzt. Wer einen anerkannten Berufsabschluss anstrebt, kann eine Umschulung zur Immobilienkauffrau oder zum Immobilienkaufmann machen. Sie dauert in Vollzeit meist 24 Monate, enthält ein mehrmonatiges Betriebspraktikum und endet mit der Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer (IHK). Die reguläre duale Ausbildung dauert drei Jahre. Wer die Wahlqualifikation Maklergeschäfte wählt, wird gezielt auf die Vermittlung vorbereitet.
Schneller geht es mit dem IHK-Zertifikatslehrgang Immobilienmaklerin oder Immobilienmakler (IHK). Er umfasst je nach Kammer etwa 64 bis 80 Unterrichtsstunden über zwei bis drei Monate und endet mit einem Abschlusstest. Wer arbeitslos oder von Arbeitslosigkeit bedroht ist, kann sich die Kosten über einen Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit fördern lassen. Voraussetzung ist eine Beratung bei der Agentur vor Beginn. Außerdem müssen die Maßnahme und der Bildungsträger für die Förderung zugelassen sein.
Unabhängig von der Qualifizierung wird die Erlaubnis nach § 34c GewO bei vollständigen Unterlagen oft innerhalb weniger Wochen erteilt.
Weiterbildungen
Seit dem 24. Juli 2026 müssen sich Immobilienmaklerinnen und Immobilienmakler nicht mehr gesetzlich weiterbilden. Bis dahin galten 20 Stunden in drei Jahren (IHK Hannover; Bundesregierung). Weiterbildungen sind damit freiwillig und dauern je nach Umfang wenige Tage bis mehrere Monate. Realistisch ist: Der formale Start ist oft nach wenigen Wochen möglich, ein sicherer Einstieg in die Praxis benötigt oft mehrere Monate, weil Marktverständnis, Prozesse und Akquise aufgebaut werden müssen.
Aber Achtung, für Wohnimmobilienverwalter gilt die Pflicht zur Weiterbilung nach wie vor.
5. Wie fängt man als Makler konkret an?
Der Einstieg als Immobilienmakler folgt diesen Schritten und beginnt mit einer grundlegenden Entscheidung über das Einstiegsmodell:
1. Geschäftsmodell festlegen: Entscheidung zwischen Festanstellung, Selbstständigkeit oder Partner- bzw. Systemmodell
2. §34c-Erlaubnis beantragen: rechtliche Voraussetzung für die Tätigkeit als Immobilienmakler
3. Gewerbe anmelden: erforderlich bei selbstständigem oder partnerschaftlichem Einstieg
4. Fachwissen aufbauen: Grundlagen zu Recht, Bewertung, Vermarktung und regionalem Markt
5. Arbeitsprozesse aufsetzen: CRM, Exposés, Terminorganisation und Kundenkommunikation
6. Akquise beginnen: aktive Ansprache von Eigentümern und Aufbau erster Verkaufsmandate
6. Welche Kosten entstehen für Quereinsteiger beim Start?
1. Einmalige Startkosten
- §34c-Erlaubnis, Führungszeugnis, Gewerbezentralregister: ca. 200 bis 500 Euro
- Gewerbeanmeldung: ca. 20 bis 60 Euro
- Erste Schulungen oder Kurse: ca. 500 bis 2.000 Euro, je nach Umfang
Tipp:
Seit dem 1. Oktober 2026 gibt es das Führungszeugnis auch digital über die BundID, es kostet dann 13 € (Bundesamt für Justiz).
2. Laufende Kosten bei selbstständigem Start
- Immobilienportale und Marketing: ca. 300 bis 800 Euro pro Monat
- Software, Telefonie, Website, CRM: ca. 100 bis 300 Euro pro Monat
- Fahrzeug, Fahrtkosten, Versicherungen: ca. 300 bis 600 Euro pro Monat
Realistische Einordnung:
-
angestellter Einstieg: meist geringe bis keine Startkosten, viele Ausgaben übernimmt das Büro
-
selbstständiger Einstieg: monatlich oft 800 bis 1.500 Euro Fixkosten, auch ohne Abschluss
-
Partner- oder Systemmodelle liegen oft dazwischen, abhängig von Leistungsumfang und Beteiligung In der Anfangsphase entstehen diese Kosten häufig, bevor erste Provisionen fließen. Wer als Quereinsteiger startet, sollte daher finanzielle Reserven einplanen und den Einstieg nicht ausschließlich auf kurzfristige Einnahmen ausrichten.
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7. Wie bekomme ich als Immobilienmakler Aufträge?
Aufträge entstehen im Maklergeschäft nicht automatisch. Sie sind das Ergebnis aktiver Akquise und kontinuierlicher Sichtbarkeit im lokalen Markt.
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Eigentümerkontakte aufbauen: direkte Ansprache von Eigentümern, zum Beispiel über Telefon, persönliche Gespräche oder Empfehlungen
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Regionale Marktkenntnis zeigen: realistische Preiseinschätzungen und fundierte Beratung schaffen Vertrauen
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Online-Präsenz nutzen: Immobilienportale, Website und Bewertungsplattformen gezielt einsetzen
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Partnerprogramme nutzen: Teilnahme an strukturierten Modellen wie dem Evernest City-Partner-Programm, das zentrale CRM, Marktanalyse, Käufer-Matching und automatisierte Vermarktung in einem System bündelt
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Netzwerk aufbauen: Kontakte zu Notaren, Banken, Hausverwaltungen und Handwerkern pflegen
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Kontinuität sichern: regelmäßige Akquise ist entscheidender als einzelne Aktionen
Gerade für Quereinsteiger gilt, dass Aufträge in der Regel nicht sofort entstehen. Wer jedoch systematisch arbeitet und sichtbar bleibt, baut sich mit der Zeit eine stabile Auftragsbasis auf.
8. Strukturierter Start als Immobilienmakler: Das Evernest City-Partner-Programm
Das Evernest City-Partner-Programm richtet sich an Immobilienmakler, die nicht allein starten wollen, sondern mit klaren Prozessen, zentraler Infrastruktur und operativer Unterstützung arbeiten möchten. Statt Einzeltools und improvisierter Abläufe bietet Evernest ein integriertes System aus Software, Marke und Backoffice-Support.
City Partner nutzen eine zentrale Plattform für CRM, Vertriebssteuerung, Marktanalyse und Vermarktung und treten unter einer etablierten Marke in ihrem Gebiet auf. Ziel ist es, Verwaltungsaufwand zu reduzieren und den Fokus auf Akquise, Beratung und Abschluss zu legen.
Wenn Sie prüfen möchten, ob dieses Modell zu Ihrem Einstieg oder Ihrer Weiterentwicklung passt, können Sie sich unverbindlich über das City-Partner-Programm informieren und die Rahmenbedingungen einsehen.
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