Heizungsgesetz 2026: Was jetzt wirklich gilt (einfach erklärt)
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Das Heizungsgesetz sorgt weiter für Unsicherheit. Während die aktuellen Regeln gelten, will die Politik sie bereits wieder ändern. Vor allem Friedrich Merz und die Union stellen zentrale Vorgaben wie die 65-Prozent-Regel infrage. Für Hausbesitzer stellt sich damit die entscheidende Frage: Was gilt jetzt wirklich und was ändert sich bald?
Inhaltsverzeichnis:
- Was ist das Heizungsgesetz (GEG)?
- Was bedeutet das Heizungsgesetz für Hausbesitzer und Bestandsgebäude?
- Aktueller Stand 2026: Will die CDU das Heizungsgesetz abschaffen?
- Gasheizung 2026: Was noch erlaubt ist
- Förderung im Heizungsgesetz 2026
- Zukunft des Heizungsgesetztes: Bleibt es? Pläne der Koalition und Union
- Häufige Fragen
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Online-Bewertung startenWas ist das Heizungsgesetz (GEG)?
Das sogenannte „Heizungsgesetz“ ist keine eigene einzelne Regel, sondern die überarbeitete Fassung des Gebäudeenergiegesetzes (GEG). Es legt fest, wie Gebäude in Deutschland künftig beheizt werden sollen – mit dem Ziel, den CO₂-Ausstoß deutlich zu senken. Im Kern geht es darum, fossile Heizungen Schritt für Schritt zu ersetzen und den Anteil erneuerbarer Energien zu erhöhen. Hintergrund ist das Ziel, Deutschland bis 2045 klimaneutral zu machen. Da ein großer Teil der Emissionen durch Heizungen entsteht, setzt das Gesetz genau hier an.
Was bedeutet das Heizungsgesetz für Hausbesitzer und Bestandsgebäude?
Für Hausbesitzer ist entscheidend: Das Heizungsgesetz greift vor allem beim Einbau neuer Heizungen. Bestehende Heizungen dürfen in der Regel weiter genutzt werden, solange sie funktionieren. Zusätzlich entscheidet die kommunale Wärmeplanung, welche Lösungen vor Ort möglich sind.
Eine Austauschpflicht besteht nur in bestimmten Fällen. Dazu zählen vor allem Standardheizkessel, die älter als 30 Jahre sind – mit Ausnahmen, etwa für selbst genutzte Einfamilienhäuser. Auch Heizungen, die nicht mehr repariert werden können, müssen ersetzt werden. Auch bei einem Eigentümerwechsel können zusätzliche Vorgaben gelten. In den meisten Fällen gibt es jedoch Übergangsfristen.
Unterm Strich bleibt Spielraum für Hausbesitzer. Eine funktionierende Heizung muss nicht vorsorglich ersetzt werden. Erst beim Austausch greifen die neuen Anforderungen.
Welche Regeln gelten beim Einbau einer neuen Heizung?
Neue Heizungen sollen künftig zu einem großen Teil mit erneuerbaren Energien betrieben werden. In der Praxis bedeutet das: Reine Öl- und Gasheizungen sind oft nicht mehr die Standardlösung.
Welche Anforderungen im Detail gelten, hängt auch von der kommunalen Wärmeplanung ab. In vielen Fällen greifen strengere Vorgaben erst, wenn diese Planung vorliegt. In Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern soll das bis Ende Juni 2026 der Fall sein, in kleineren Kommunen bis Ende Juni 2028.
Aktueller Stand 2026: Will die CDU das Heizungsgesetz abschaffen?
Die CDU will, dass das Heizungsgesetz in seiner aktuellen Form nicht bestehen bleibt. Stattdessen will die Partei das Gebäudeenergiegesetz neu ausrichten.
Zentrale Forderung ist mehr Technologieoffenheit. Vorgaben wie die feste Quote für erneuerbare Energien sollen abgeschwächt oder ersetzt werden. Hausbesitzer sollen künftig stärker selbst entscheiden können, welche Heizlösung sie nutzen.
Auch Friedrich Merz hat betont, dass das bestehende Gesetz so nicht weitergeführt werden soll. Ziel ist ein neues Regelwerk, das weniger auf Verbote und mehr auf Anreize setzt.
In der Praxis bedeutet das: Das Heizungsgesetz ist bislang nicht abgeschafft. Die aktuellen Regeln gelten weiter, während politisch an Änderungen gearbeitet wird. Deutschland befindet sich damit in einer Übergangsphase. Anpassungen sind wahrscheinlich, aber noch nicht vollständig umgesetzt.
Gasheizung 2026: Was noch erlaubt ist
Auch 2026 sind Gasheizungen nicht grundsätzlich verboten. Entscheidend ist, unter welchen Bedingungen sie eingebaut oder weiter betrieben werden. Bestehende Gasheizungen dürfen weiterhin genutzt werden, solange sie funktionieren. Es gibt keine Pflicht, eine funktionierende Anlage sofort zu ersetzen.
Beim Einbau neuer Gasheizungen wird es jedoch komplizierter. Reine Gasheizungen sind zwar weiterhin möglich, unterliegen aber strengeren Vorgaben als früher. Sie müssen langfristig klimafreundliche Gase nutzen können oder Teil einer Hybridlösung sein.Zusätzlich spielt die kommunale Wärmeplanung eine zentrale Rolle. Erst wenn klar ist, wie die Wärmeversorgung vor Ort künftig organisiert wird, greifen strengere Vorgaben.
Unterm Strich gilt: Gasheizungen bleiben vorerst erlaubt, werden aber langfristig zunehmend eingeschränkt und durch steigende CO₂-Kosten voraussichtlich teurer im Betrieb.
Förderung im Heizungsgesetz 2026
Der Staat fördert den Umstieg auf klimafreundliche Heizungen weiterhin deutlich. Für neue Heizsysteme gibt es mindestens 30 % Förderung. Durch Boni sind bis zu 70 % möglich.
Die Basis bildet die Förderung von 30 %. Zusätzliche Boni sind zum Beispiel für einen schnellen Austausch alter Heizungen oder bei geringem Einkommen möglich.
Bei Einfamilienhäusern sind maximal 30.000 € der Kosten förderfähig. Je nach Förderung ergibt sich daraus ein Zuschuss von bis zu rund 21.000 €.
Gefördert werden vor allem klimafreundliche Heizsysteme wie Wärmepumpen, Biomasseanlagen, Wärmenetze oder Hybridlösungen. Wichtig ist, dass der Antrag vor dem Einbau gestellt wird. Fazit: Die Förderung kann einen großen Teil der Kosten abdecken, macht die Investition aber nicht komplett kostenlos.
Zukunft des Heizungsgesetztes: Bleibt es? Pläne der Koalition und Union
Die Zukunft des Heizungsgesetzes ist aktuell offen. Im politischen Raum wird aktuell diskutiert, das bestehende Gesetz grundlegend zu überarbeiten.
Im Zentrum steht die sogenannte 65-Prozent-Regel. Neue Heizungen müssen zu mindestens 65 % mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Diese Vorgabe greift jedoch oft erst, wenn die kommunale Wärmeplanung vorliegt.
Genau diese Vorgabe steht aktuell politisch zur Diskussion und könnte in Zukunft verändert oder abgeschafft werden.
Gleichzeitig bleibt das langfristige Ziel bestehen: Deutschland soll bis 2045 klimaneutral werden. Das bedeutet, dass fossile Heizungen zwar kurzfristig weiter möglich bleiben, langfristig aber an Bedeutung verlieren.
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