Wohnen und Leben in Berlin Spandau

Der Charme von Berlin Spandau

Spandau hat ein sehr ambivalentes Verhältnis zur Hauptstadt. Der westlichste der zwölf Berliner Bezirke blickt auf eine lange Geschichte zurück, so ist die noch gut erhaltene Spandauer Altstadt, genannt „der Kolk“ in ihrem mittelalterlichen Charme älter als Berlin selbst. Nicht nur deshalb bezeichnen sich viele Spandauer auch als das, und nicht als Berliner. Der Bezirk ist bekannt als die grüne und blaue Lunge Berlins und hat aufgrund der vielen Wasser- und Waldflächen die geringste Einwohnerdichte aller Bezirke. Architektonisch und demographisch ist Spandau jedoch trotzdem sehr vielfältig. Von Großsiedlungen im Falkenhagener Feld bis zu dörflichen Wohngegenden im südlichen Kladow und Gatow ist für jeden etwas dabei.

Die Lage von Berlin Spandau

Der Bezirk Spandau besteht aus den neun Ortsteilen Spandau, Haselhorst, Siemensstadt, Gatow, Staaken, Kladow, Hakenfelde, Falkenhagener Feld und Wilhelmstadt und liegt am westlichen Ufer der Havel. Östlich von Spandau, jenseits des Flusses liegen Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf und Reinickendorf. Südlich liegt Berlin Steglitz-Zehlendorf. Im Westen von Spandau verläuft die Landesgrenze zum Land Brandenburg. In ostwestlicher Richtung verlaufen die Bundesstraßen B 5 und B 2 durch den Bezirk, im südlichen Wilhelmstadt treffen sie aufeinander, von dort führt die B 5 stadteinwärts bis nach Berlin-Mitte. Auch mit öffentlichem Personenverkehr ist Spandau gut angebunden, mitunter durch etliche Regionalbahnverbindungen, die S-Bahn und die U-Bahnlinie U7. Die Wasserstraßen Spandaus werden nicht nur für Sport- und Freizeitaktivitäten genutzt, sondern sind auch ein wichtiger Handels- und Transportweg. Der Spandauer Südhafen ist ist der zweitgrößte Frachthafen Berlins.

Die Geschichte und Architektur von Berlin Spandau

Bereits im 13. Jahrhundert entstand die Stadt Spandow am Zusammenfluss der Spree und der Havel. Zwischen Berlin und Spandau lagen damals noch viel Brachland, kleinere Siedlungen und Dörfer sowie die Stadt Charlottenburg. Einen großen Bevölkerungszuwachs verzeichnete Spandau mit dem Einsetzen der Industrialisierung. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Eisenbahnlinie Berlin-Hamburg gebaut, die auch durch Spandau führt. Etwas später folgte dann auch die Spandauer Vorortbahn, die den ersten richtigen Pendelverkehr ermöglichte und bis heute als S-Bahn-Strecke genutzt wird. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts siedelte sich das Elektronikunternehmen Siemens im Osten von Spandau an. Im Zuge dessen wurde eine große Arbeitersiedlung gebaut, die Siemensstadt entstand. 1920 wurde Spandau als Bezirk nach Berlin eingemeindet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Spandau dem britischen Sektor zugeordnet, unter dessen Führung der Wiederaufbau der großflächig zerstörten Stadtteile begann.

Die Sehenswürdigkeiten und Attraktionen in Spandau

Die Sehenswürdigkeiten und Attraktionen in Spandau

Das Wahrzeichen Spandaus ist die Zitadelle im Ortsteil Haselhorst, direkt am Ufer der Havel. Sie ist eine der besterhaltensten Festungen der Renaissance in ganz Europa und lockt mit ihrer mittelalterlichen Burg im Kern unzählige Besucher und Geschichtsinteressierte. Sie diente bis in die Neuzeit mehrfach als Gefängnis und ist Schauplatz diverser Filme und Serien. Heute gibt es hier unter anderem eine Freilichtbühne auf der kulturelle Veranstaltungen und Festivals stattfinden. Neben der Zitadelle ist die Architektur der Siemensstadt international berühmt. Mit ihren sieben hochmodernen Wohnsiedlungen im Stil des Neuen Bauens wurde sie sogar zum UNESCO Kulturerbe erklärt. Wer Spandaus Charme entdecken will, ist gut beraten, wenn er auf einem der diversen Radwanderwege die Natur, Havelufer und den Forst erkundet. Zum Beispiel auf der EuroVelo-Route, die von Norwegen bis Malta verläuft und in Nord-Süd-Richtung durch Spandau verläuft.

Berlin Spandau Zitadelle Copyright: pixabay/Thorsten Frenzel
Berlin Spandau Zitadelle Copyright: pixabay/Thorsten Frenzel
Berlin Spandau Zitadelle Copyright: pixabay/Thorsten Frenzel
Berlin Spandau Zitadelle Copyright: pixabay/Thorsten Frenzel

Einkaufen und Shoppen in Berlin Spandau

Fürs Einkaufen und Shoppen lädt Spandau vor allem in die zentralen Ortsteile Spandau und Wilhelmstadt ein. In und um das Herz des Bezirks, die Spandauer Altstadt, reihen sich diverse Geschäfte, Einkaufsstraßen und die beliebten Spandau Arcaden. Auch an modernen oder wahlweise traditionellen Cafés mangelt es hier nicht, besonders die in der Fußgängerzone des Altstadtzentrums bieten sich für einen netten Plausch bei einem Chai-Latte oder Cappuccino an.

Immobilien kaufen oder verkaufen in Berlin Spandau

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Wohnen in Spandau kann sich denkbar unterschiedlich gestalten. Ja nachdem, ob Sie lieber in beruhigter und dörflicher Atmosphäre oder am Puls der Stadt leben wollen, bieten sich Gatow und Kladow oder das Südende, das nördlich-zentrale Spandau sowie Wilhelmstadt an. Die Immobilienpreise in Spandau befinden sich im niedrigen Mittelfeld. So lag das Preisniveau für Ein- bis Zweifamilienhäuser im Jahr 2019 bei etwa 3800 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Der durchschnittliche Preis für Eigentumswohnungen pro Quadratmeter Wohnfläche betrug etwa 2500 Euro. Was immer Sie wollen – eine Immobilie verkaufen in Spandau oder eine Immobilie bewerten in Spandau – unser Team hilft Ihnen gerne.

Berlin Preisindex Eigentumswohnungen und Ein-/Zweifamilienhäuser 2020
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